Die negativen Begleiterscheinungen

Invasive exotische Pflanzen können aufgrund ihrer Durchsetzungsstärke zum Verschwinden lokaler Arten führen oder, was öfter vorkommt, deren Ansiedlung verhindern, indem sie beim Kampf um Licht, Nährstoffe* und Fläche die Oberhand gewinnen… Einige verändern die Milieus direkt, indem sie sie radikal umgestalten. Wenn z. B. eine Wasserpflanze wie das Großblütige Heusenkraut (Ludwigia grandiflora) eine Wasserfläche fast vollständig bedeckt, ziehen sich die Wasserflora und -fauna aufgrund von Lichtmangel, sinkendem Sauerstoffgehalt, Ansammlung organischer Materie und schließlich Verschlechterung der Wasserqualität zurück. Das Drüsige Springkraut (Impatiens glandulifera) wiederum, eine einjährige Pflanze, die die feuchten, stickstoffreichen Uferbereiche von Wasserläufen besiedelt, begünstigt die Aushöhlung und die Erosion der Böschungen und verhindert den Besatz mit Bäumen (Erlen, Weiden, Eschen), die sie normalerweise befestigen und stabilisieren. Auch ein Baum wie die Gewöhnliche Robinie (Robinia pseudoacacia) reichert aufgrund der Bakterien ihres Wurzelsystems die Böden, auf denen sie wächst, mit Stickstoff an: die vielen Krautpflanzen, die für arme Böden spezifisch sind, werden vertrieben.

Invasive Pflanzen können neben ihren ökologischen Auswirkungen auch die Tätigkeit des Menschen wie die Schifffahrt, den Fischfang und den Wassersport im Allgemeinen in erheblichem Maße behindern. Auch die Landwirtschaft kann durch Minderung des agronomischen Werts von befallenen Wiesen oder Weiden betroffen sein.

Schließlich stellt die Ausbreitung einiger Arten eine Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung dar: der Kontakt mit dem Saft des Riesen-Bärenklaus (Heracleum mantegazzianum) oder den Blättern des Kletternden Gift-Sumachs (Rhus radicans) führt zu schweren Dermatosen, und der Pollen des Beifußblättrigen Traubenkrauts (Ambrosia artemisiifolia) ist für starke Allergien verantwortlich.